Installation & Rollout
Eine Suite-Einführung ist mehr als das Installieren mehrerer Plugins. Provider, Rollen, Datenschutz, Cron, Kurskontexte und fachliche Review-Prozesse müssen gemeinsam funktionieren. Dieses Kapitel beschreibt deshalb einen gestuften Rollout statt einer sofortigen Freischaltung aller Werkzeuge.
Technische Voraussetzungen
Abschnitt betitelt „Technische Voraussetzungen“- Moodle 4.5 oder neuer; prüfen Sie je Plugin dessen
version.phpund dokumentierte Zielversion. - Eine zur Moodle-Version passende, unterstützte PHP- und Datenbankversion.
- Regelmäßig ausgeführter Moodle-Cron für asynchrone Generierung, Synchronisation und Erinnerungen.
- Ein eingerichtetes Moodle-KI-Subsystem mit den benötigten Aktionen.
- Für
aiprovider_eledia: Customer Portal, KI-Suite sowie eine gültige Gateway-Konfiguration mit Virtual Key und Modell-Alias. - Ein Testsystem oder mindestens ein abgegrenzter Testkurs ohne produktive personenbezogene Daten.
Einzelne Plugins besitzen weitere Abhängigkeiten, beispielsweise installierte H5P-Libraries, ein Fragen-Generator, eine RAG-Komponente oder optionale Compliance- und ContentHub-Funktionen. Prüfen Sie vor der Installation das jeweilige Handbuch.
Vor dem technischen Start
Abschnitt betitelt „Vor dem technischen Start“Klären Sie zunächst einen begrenzten Anwendungsfall und die verantwortlichen Rollen:
- Welches Problem soll gelöst werden?
- Welche Zielgruppe nimmt am Pilot teil?
- Welche Daten dürfen verarbeitet werden?
- Wer konfiguriert Provider und Plugins?
- Wer prüft KI-Ergebnisse fachlich?
- Welche Fehler- und Supportwege gelten?
- Wann wird der Pilot beendet, erweitert oder zurückgerollt?
Beginnen Sie möglichst mit einem Workflow, dessen Ergebnis vor der Veröffentlichung überprüft wird, etwa KI Fragen, KI H5P-Autor oder KI Kurstools.
Empfohlene Installationsreihenfolge
Abschnitt betitelt „Empfohlene Installationsreihenfolge“- Moodle sichern: Datenbank, Dateibereich und aktuellen Pluginstand dokumentieren.
- Abhängigkeiten prüfen: Mindestversionen und erforderliche Begleitplugins vergleichen.
- Zentrale Suite installieren:
local_elediaai_corebereitstellen und das Moodle-Upgrade ausführen. - Providerpfad einrichten: Customer Portal und
aiprovider_elediaoder einen anderen freigegebenen Moodle-AI-Provider konfigurieren. - Eine Fachfunktion installieren: zunächst nur das für den Pilot benötigte Plugin samt Abhängigkeiten.
- Cron und Hintergrundaufgaben prüfen: einen asynchronen Workflow bis zum Ergebnis testen.
- Rollen vergeben: nur die benötigten Capabilities im vorgesehenen Kontext freigeben.
- Suite-Übersicht kontrollieren: Karte, Status, Hilfe, Startpunkt und Einstellungslink mit Admin- und Testrolle prüfen.
Installieren Sie nicht alle Plugins gleichzeitig, wenn Betrieb und Redaktion noch keine gemeinsame Abnahme durchführen können. Ein gestufter Ausbau macht Fehler, Datenflüsse und Verantwortlichkeiten leichter nachvollziehbar.
Provider einrichten und testen
Abschnitt betitelt „Provider einrichten und testen“Der eLeDia-Provider besitzt keine eigene Seite für Gateway-URL oder API-Schlüssel. Diese Werte werden im Customer Portal gepflegt und zur Laufzeit gelesen. Erst wenn Gateway und Virtual Key bereitstehen, meldet sich der Provider als konfiguriert.
Prüfen Sie mindestens:
- eine erfolgreiche kurze Texterzeugung,
- das verwendete Modell beziehungsweise den Alias,
- Verhalten bei ungültiger Konfiguration,
- verständliche Meldung bei erschöpftem Guthaben,
- Timeout- und Providerfehler,
- Sichtbarkeit des Aufrufs im KI Audit.
Verwenden Sie für diese Tests keine realen Lernenden- oder Kundendaten.
Rollen und Berechtigungen aufbauen
Abschnitt betitelt „Rollen und Berechtigungen aufbauen“Trennen Sie mindestens folgende Verantwortungen:
- Technische Administration: Installation, Provider, Cron, globale Einstellungen und Audit-Zugriff.
- Fachadministration oder Redaktion: Prompt-Standards, Glossare, Qualitätssicherung und Freigaberegeln.
- Lehrende: Nutzung in eigenen Kursen und Prüfung erzeugter Inhalte.
- Lernende: Zugriff ausschließlich auf vorgesehene Aktivitäten und eigene Ergebnisse.
Testen Sie jede Rolle mit einem separaten Konto. Administratorrechte sind kein geeigneter Ersatz für eine Rollenprüfung, weil sie fehlende Capabilities und Sichtbarkeitsfehler verdecken können.
Pilotabnahme pro Plugin
Abschnitt betitelt „Pilotabnahme pro Plugin“Für jedes aktivierte Werkzeug sollte ein kleines Abnahmeprotokoll entstehen:
- Normalen Workflow vollständig durchführen.
- Providerausfall oder ungültige Antwort simulieren.
- Rechte mit einer unberechtigten Rolle prüfen.
- Speichern, Export, Löschung, Backup oder Reset entsprechend dem Handbuch testen.
- Fachliche Qualität mit mehreren typischen und schwierigen Beispielen bewerten.
- Audit- und Supportinformationen kontrollieren.
- Hinweise für Lernende und Lehrende freigeben.
Bei schreibenden Funktionen muss außerdem geprüft werden, ob ein Entwurf vor der endgültigen Aktion bearbeitet oder verworfen werden kann.
Datenschutz- und Governance-Freigabe
Abschnitt betitelt „Datenschutz- und Governance-Freigabe“Dokumentieren Sie je Plugin:
- Zweck und Rechtsgrundlage,
- verarbeitete Eingaben und Ergebnisse,
- Provider, Modell und mögliche externe Empfänger,
- Aufbewahrungs- und Löschfristen,
- Rollen mit Zugriff auf Entwürfe, Verläufe und Auditdaten,
- notwendige Information oder Einwilligung,
- Verfahren bei falschen Ergebnissen oder Beschwerden.
Freigaben sollten sich auf einen konkreten Provider- und Pluginstand beziehen. Ein Modellwechsel, neue Datenquelle oder deutlich erweiterter Funktionsumfang kann eine erneute Bewertung erfordern.
Gestufter Rollout
Abschnitt betitelt „Gestufter Rollout“Stufe 1: Technischer Test
Abschnitt betitelt „Stufe 1: Technischer Test“Nur Administration und Projektteam arbeiten mit synthetischen Daten. Ziel ist ein stabiler Provider-, Rechte-, Cron- und Auditpfad.
Stufe 2: Fachlicher Pilot
Abschnitt betitelt „Stufe 2: Fachlicher Pilot“Eine kleine Gruppe nutzt ein oder zwei Werkzeuge in abgegrenzten Kursen. Ergebnisse werden vollständig geprüft, Supportfälle und Zeitaufwand werden dokumentiert.
Stufe 3: Begrenzte Freigabe
Abschnitt betitelt „Stufe 3: Begrenzte Freigabe“Weitere Lehrende erhalten Zugriff nach einer Einführung. Vorlagen, Beispielworkflows und Verantwortlichkeiten sind veröffentlicht. Audit und Providerkosten werden regelmäßig ausgewertet.
Stufe 4: Organisationsweiter Betrieb
Abschnitt betitelt „Stufe 4: Organisationsweiter Betrieb“Rollen, Datenschutzinformationen, Support, Releaseprozess und Qualitätssicherung sind Teil des Regelbetriebs. Neue Suite-Produkte durchlaufen denselben Pilotweg, statt automatisch für alle sichtbar zu werden.
Updates und Wartung
Abschnitt betitelt „Updates und Wartung“Vor einem Update:
- Release- und Plugin-Versionen dokumentieren.
- Datenbank und Moodle-Dateien sichern.
- Abhängigkeiten und neue Capabilities prüfen.
- Update zunächst in einer Testumgebung ausführen.
- Cron, Provider, Kernworkflow, Privacy und Backup/Restore erneut testen.
Nach einem Update sollten Katalogstatus und öffentliches Handbuch mit dem tatsächlichen Funktionsstand verglichen werden. Neue Optionen sind nicht automatisch organisatorisch freigegeben.
Rückroll- und Störungsplan
Abschnitt betitelt „Rückroll- und Störungsplan“Bei einem Providerproblem können Funktionen vorübergehend ausgeblendet oder Provideraktionen deaktiviert werden, ohne Kursdaten zu löschen. Bei einem Pluginfehler sollte zuerst der schreibende Workflow gestoppt und der Zustand gesichert werden. Deinstallieren Sie speichernde Plugins nicht als ersten Fehlerschritt, weil dabei Daten verloren gehen können.
Definieren Sie vor dem Rollout:
- Kontakt für technische und fachliche Störungen,
- Entscheidung über temporäre Abschaltung,
- Kommunikationsweg zu betroffenen Lehrenden und Lernenden,
- Wiederanlaufprüfung nach Provider- oder Pluginänderungen.
Häufige Rollout-Probleme
Abschnitt betitelt „Häufige Rollout-Probleme“Eine Funktion erscheint nicht in der Suite
Abschnitt betitelt „Eine Funktion erscheint nicht in der Suite“Prüfen Sie Installation, Abhängigkeiten, Feature-Schalter, Status und Rechte der konkreten Testrolle.
Ein Workflow bleibt in der Warteschlange
Abschnitt betitelt „Ein Workflow bleibt in der Warteschlange“Kontrollieren Sie Moodle-Cron, Ad-hoc-Tasks und die Erreichbarkeit des Providers.
Administratoren können alles, Lehrende aber nichts
Abschnitt betitelt „Administratoren können alles, Lehrende aber nichts“Testen Sie die dokumentierten Capabilities im richtigen Kurs- oder Aktivitätskontext. Globale Administratorrechte verdecken häufig ein unvollständiges Rollenmodell.
Die KI-Antwort ist technisch erfolgreich, aber fachlich ungeeignet
Abschnitt betitelt „Die KI-Antwort ist technisch erfolgreich, aber fachlich ungeeignet“Überarbeiten Sie Quelle, Prompt und Bewertungs- oder Reviewkriterien. Halten Sie das Werkzeug bis zu einer erneuten fachlichen Abnahme in der Pilotgruppe.